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Dipl.-Met. Klaus-Eckart Puls Bad Bederkesa 21.04.2008 Die
Klima-Katastrophe : S t u r m im Wasserglas, aber nicht an den
Küsten ! Im web: http://www.eike-klima-energie.eu/ http://schmanck.de/PulsFlut.htm und http://weltenwetter.blogspot.com/index.html Z u s a m m e n f a s s u n g Untersucht
und dargestellt werden die nordatlantischen Trends von Stürmen und Sturmfluten
anhand von Publikationen des Seewetteramtes Hamburg (DWD/SWA) und des
Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH) seit 1950. Die Auswertung
wird im Zusammenhang mit der Nordatlantischen Oszillation (NAO) durchgeführt.
Diese ist ein Maß für die Schwankungen des Luftdruck-Gradienten. Schließlich
wird auch der Zusammenhang mit der Windlast für Windkrafträder dargestellt.
Seit 1990 zeigen alle Parameter einen abnehmenden Trend, wobei es seit 2005
Anhaltspunkte für eine Umkehr dieser natürlichen Schwankungen gibt.
Untersuchungen aus den USA zeigen: Es gibt im 20. Jahrhundert und bis 2007
keinen Trend bei Hurrikanen, weder in der Zahl noch in der Intensität. Das
Gleiche gilt für Tornados, wobei es bei den starken Tornados sogar einen
abnehmenden Trend gibt. =================================================================== Im Zusammenhang mit der "Klima-Katastrophe" geistern immer wieder Schlagzeilen durch die Medien wie: "Vor uns die Sintflut" ... "Cuxhaven wird nicht zu halten sein" ... "Achtung - Weltuntergang" ... "Halten unsere Deiche ?" ...usw. Glücklicherweise - mit der Realität für heute, morgen und wohl auch übermorgen hat das nicht das Geringste zu tun! Wind ist strömende Luft Aber wieso strömt Luft eigentlich? Warum Wasser strömt, das ist anschaulich und klar zugleich: bergab. Auch der Hut eines Wanderers - "flog er ihm vom Kopfe" - rollt den Berg hinab, und zwar um so schneller, je steiler der Berg . Und der Wanderer weiß warum: weil der Gradient der Höhenlinien auf seiner Wanderkarte sehr eng, sehr stark ist. Genau so ist es mit der strömenden Luft, also dem Wind. Nur hier ist nicht die Stärke des Berg-Höhenlinien-Gradienten ursächlich, sondern die Stärke des Luftdruck-Gradienten, die "Steilheit der Isobaren" zwischen Hoch und Tief! Und das geht so: Die Sonne heizt die Erdoberfläche auf, und zwar sehr unterschiedlich - in den Tropen sehr stark, an den Polen sehr viel geringer, in der Polarnacht gar nicht. Die Folge ist ganzjährig ein Temperaturgefälle von den niederen zu den hohen Breiten auf der Erde. Daraus folgt, daß insbesondere in den gemäßigten Breiten warme Luft von Süden und kalte Luft von Norden gegeneinander strömen. Dieser Vorgang kann bis in große Höhen von 5 oder gar 10 km (Tropopause) reichen, je nach Intensität der Luftmassen-Vorstöße. Die Wind-Maschine :
Azorenhoch gegen Islandtief Daraus ergibt sich aus physikalischen Gründen ein gleichermaßen mehr oder weniger hochreichendes Luftdruckgefälle, z.B. Azoren-Hoch gegen Island-Tief, woraus wiederum (z.B.) die atlantischen Stürme ihre Energie schöpfen. Der "europäische Monsun-Sommer" in 2007 führte es glänzend vor - wenn auch nicht unbedingt als Urlaubsfreude. Erinnern wir uns noch ? : Im heiß-trockenen April 2007 verkündeten die "Klima-Katastrophiker" die Versteppung Mittel-Europas! Die vielen Leute, die im dann folgenden Regen-Sommer 2007 ihre Keller ausgepumpt haben, werden d a s anders sehen!? Gleichermaßen diejenigen, die im April 2008 froren, heizten und Schnee schaufelten. Die Erdrotation ("Coriolis-Kraft") macht aus strömender Luft stets einen Wirbel, in allen Größenordnungen: Beim 'Staubteufel' über einem Feld hat es jeder schon beobachtet, beim Tornado kann man es sehen und "spüren", beim Atlantik-Tief und beim Hurrikan fotografieren es die Wetter-Satelliten. Dabei besteht ein komplizierter Zusammenhang zwischen den Luftschichten in verschiedenen Höhen, wobei letztendlich die Höhenströmung (z.B. in 5000m Höhe) mit ihren Divergenzen und Konfluenzen die Druckfall-Gebiete ("Tiefs") in den unteren Luftschichten (Bodendruck) bezüglich Entwicklung, Intensität, Zug-Richtung und Zug-Geschwindigkeit steuert. Diese mit physikalischen Differential-Gleichungen berechenbaren Prozesse beherrschen die Meteorologen in ihren Zirkulations-Modell-Vorhersagen für ca. eine Woche erstaunlich gut, die Klima-Forscher wegen der unüberschaubaren Energie-Übergänge zwischen Atmosphäre, Hydrosphäre (Meere), Kryosphäre (Eis), Lithosphäre (Gesteine), Biosphäre usw. ... für Jahre oder gar Jahrzehnte im voraus überhaupt nicht! N A O
Die Stürme, die an den europäischen Küsten
angelangen, entstehen fast ausnahmslos auf dem Nordatlantik. Dabei ist nun den
Meteorologen seit etwa Hundert Jahren bekannt, daß die für Stürme ursächlichen
Gradienten (s.w.o.) niemals über längere Zeiträume konstant sind, sondern in
Jahrzehnten...Jahrhunderten...Jahrtausenden in unterschiedlichen Zeitfenstern
variieren.
In der älteren Literatur wurden entsprechende
Untersuchungen und Statistiken meist als "Schwankungen des Zonal- oder
Meridional-Index" bezeichnet, seit einigen Jahrzehnten hat sich dafür der
Begriff "Nord-Atlantische
Oszillation - NAO"
eingebürgert. Dabei wird nach einem statistischen Verfahren der jährliche oder
meist der saisonale Luftdruck-Gradient zwischen Azoren und Island berechnet.
Den NAO-Index für die Winter seit 1820 zeigt die Abbildung 1:
Ob Zonal-Index, ob NAO - seit je her suchen die Meteorologen nach Zyklen, die für Prognosen nutzbar sind. So kann man versuchen, wenigstens gewisse Rhythmen zu finden. Dabei scheinen zunächst in Abb.1 z.B. kurzfristige Schwankungen von 2-5 Jahren1 erkennbar. Allerdings - auch innerhalb einer positiven NAO-Phase kann es ein negatives NAO-Jahr geben, und umgekehrt. Weiterhin scheint eine Variabilität auf Skalen von etwa 8-12 Jahren oder auch 15
Jahren1 erkennbar
zu sein. So gibt es zum Beispiel in den Jahren 1882, 1894, 1905, 1913,
1921, ... hervortretende Maxima, im
Vergleich zu den Jahren davor und danach. Jedoch - die
Graphik zeigt auch: Brauchbare Voraussagen der
nächsten NAO+ und NAO- Phasen kann man damit nicht erstellen, geschweige denn
Witterungs-Prognosen. Bei einigen kalten und trockenen Wintern um 1830, um 1900 und um 1970 hatten wir sehr negative NAO-Werte, aber auch eine solche Variabilität mit ungefähr 70-jährigem Rhythmus1 ist nicht überzeugend (1S. SCHINDLER, 2003, IFM-Geomar, Leibnitz-Inst.Kiel, http://www.ifm-geomar.de). Fazit: Die
NAO-Schwankungen sind weder signifikant periodisch, noch haben sie etwas mit
irgend einer Klima-Katastrophe zu tun, denn auch ein Jahrhundert-Trend im
Zusammenhang mit der CO2- oder Temperatur-Zunahme ist nicht
erkennbar! NAO und Stürme und
Sturmfluten Ein anderer Zusammenhang ist jedoch unübersehbar (Abb.2): Bei zunehmendem (positivem) NAO nimmt die Intensität der Stürme auf dem Atlantik und somit an unseren Küsten zu, bei abnehmendem (negativem) NAO ist es umgekehrt.
Vergleicht man den Trend in
Abbildung 1 und 2, so sieht man, daß um 1990 einem starken positivem NAO-Index
auch eine große Zahl von Orkantiefs entspricht, und daß beide Trends seit 1990
gleichermaßen abnehmen bis 2004 (à Pfeile), wobei sich ab 2005 wieder ein zunehmender
Trend in beiden Abbildungen abzuzeichnen scheint. So kann es nicht überraschen, daß hiermit auch der Trend der Sturmfluten übereinstimmt: à Abbildung 3 :
Windkraft - Windertrag Der Wind ist in unserer Klimazone
der gemäßigten Breiten ein unsteter Gast. Aus den mittel- und langfristigen
Schwankungen von Wind und Stürmen ergibt sich zwangsläufig auch eine Schwankung
derjenigen Energie, die aus dem Wind mit Hilfe der Windkraft-Räder gewonnen
werden kann. Dazu wurde 1988 eine Betreiber-Datenbasis (BDB) umweltfreundlicher
Energie-Anlagen-Träger eingerichtet, aus der ein monatlicher BDB-Wind-Index
als Basis für die Betreiber von Windkraft-Anlagen berechnet wird. In den ersten
Jahren der BDB-Windindex-Berechnung um 1990 waren die "Wind-Angebote"
überdurchschnittlich (à Abb.2), der Deutsche Wetterdienst hat stets darauf
hingewiesen. Nichtsdestotrotz haben offensichtlich die Windrad-Betreiber auf
die Auguren der Klima-Katastrophe gesetzt, und sind von weiter zunehmenden bzw.
zumindest gleichbleibenden Wind-Erträgen ausgegangen: "Anfang der 90er
Jahre blies der Wind im Durchschnitt kräftiger als heute. Diese Daten flossen
in die Prognosen zahlreicher Windparkinitiatoren ein, auf die sich viele
Anleger verlassen haben..." (FTD, 6.11.07, S.24) ... und damit
waren sie verlassen!
Denn logischerweise hat die Windlast konform mit dem NAO (Abb.1) und mit der Intensität der Stürme (Abb.2) auch abgenommen, wie die Abbildung 4 deutlich zeigt: Die Windlast ist in kaum 15 Jahren um 20%(!) zurück gegangen! Das hat nun dazu geführt, daß "...Privatanleger
sich kaum noch für Windfonds interessieren..." (FTD, 6.11.07, S.24).
Damit haben wir es offensichtlich bei etlichen
Anlegern und Windkraftbetreibern mit den ersten Opfern von Fehlprognosen der
"Klima-Katastrophiker" (nicht
Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes!!) zu tun. Schließlich kann man den Windrad-Betreibern auch für die Zukunft kaum Hoffnung auf bessere Erträge machen, wenn sich ein vom DWD für die vergangenen 125 Jahre an den deutschen Nordseeküsten festgestellter abnehmender Wind-Trend fortsetzt:
Fazit: Aus den Abbildungen 1-5 ergibt sich ein
natürliches "Auf-und-Ab" von Luftdruck, Stürmen, Windlast und
Sturmfluten, wobei untereinander ein enger signifikanter Zusammenhang besteht.
Dagegen ist irgend ein Klima-Katastrophen-Trend nicht erkennbar. Mehr Stürme ? Keine Spur ! Seit etwa zwei Jahrzehnten reden die Klima-Katastrophen-Propheten von zunehmenden Stürmen, Monster-Orkanen, brechenden Deichen - glücklicherweise finden wir davon in den nüchternen meteorologischen und hydrologischen Daten keine Spur und auch keinen derartigen Trend. Dazu benötigen wir eigentlich nur einen Blick auf die Abbildungen 1 - 5 : Je schriller die Töne einiger Orkan-Propheten wurden, um so mehr ging die Zahl der schweren Stürme zurück, nämlich seit 1990. Daß es seit 2006/07 wieder eine mäßige Zunahme gibt, ist mit dem NAO-Index problemlos zu erklären (Ab.1), mit irgendeiner Klima-Katastrophe hat das nichts zu tun. Zu alledem passen auch etliche besonnene Aussagen, so z.B. vom Deutschen Wetterdienst: "Orkane der Größenordnung von "Kyrill" (18.01.2007) sind alle 10-20 Jahre zu erwarten. Ein direkter Bezug zum Klimawandel läßt sich aus solchen Einzelereignissen nicht herstellen. Betrachtet man die Stürme und Orkane der letzten 30 Jahre, so hat bislang weder deren Häufigkeit noch deren Intensität zugenommen" (Pressemiteilung DWD vom 22.01.2007). Und darüber hinaus nochmals der DWD: "Bei extremen Wetterereignissen sind in Deutschland hingegen bisher keine signifikanten Trends zu beobachten gewesen. Auch solche Ereignisse wie die Hochwassersituation 2002 gehören zum normalen Repertoire unseres Klimas."(Quelle: Mitteilungen der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, 3/2002, S. 2). In
ihrem umfangreichen Buch "Risiko Wetter" stellen
die
Meteorologie-Professoren H.Kraus und U.Ebel anhand weltweiter
Daten-Auswertungen fest: "Es gibt keine Beweise dafür, daß die extremen
Wetterereignisse - global betrachtet - im
20. Jahrhundert zugenommen haben" und weiter "Insbesondere ... gibt es keine schlüssigen Beweise für
Änderungen bei den Mittelbreiten-Zyklonen, konnten keine Beweise für die
Zunahme von Tornados, Gewittern und Staubstürmen gefunden werden" (Kraus H.; Ebel U.: Risiko Wetter, Springer
Berlin, 2003, S.8),
und weiter (a.a.O.S.205) "...daß die Intensität der Stürme in der
Deutschen Bucht einer natürlichen Multidekaden-Schwankung unterliegt, aber in
den letzten 120 Jahren keinerlei mit einer Klima-Änderung zusammenhängenden Trend zeigt". Zum gleichen Ergebnis kommen die Autoren
für die Britischen Inseln mit dem Ost-Atlantik: "Die Zahl der Sturmtage
für die Jahre 1881-1997 im Vereinigten Königreich ... läßt keinen signifikanten
Trend einer Zunahme oder Abnahme der Sturmhäufigkeit oder Intensität
erkennen..." (a.a.O.S.204.) Und schließlich das MPI Hamburg: "In unserem Computermodell brauen sich weder mehr Stürme noch stärkere Stürme über uns zusammen" (Jochem Marotzke, Direktor MPI HH, in DER SPIEGEL, 7.5.2007, Abschied vom Weltuntergang, S.145). Mehr Sturmfluten ? Keine Spur ! Ständig wird uns von einigen Klima-Instituten im Schulterschluß mit den Medien eingeredet, daß zunehmend gewaltige Orkane zu nie dagewesenen Sturmfluten und Deichbrüchen führen würden. Jedoch - keine Angst vor'm "Blanken Hans" und auch nicht vor'm "Schwarzen Mann": "Es gibt in Norddeutschland nicht mehr Sturmfluten als vor 50 Jahren. Ein generell steigender Trend bei der Häufigkeit und Intensität von Sturmfluten als Vorbote des globalen Klimawandels ist gegenwärtig nicht erkennbar. Schon jetzt sind Küstenschutz und Deiche so ausgelegt, dass sie auch höheren Sturmfluten Stand halten als den bisher eingetretenen"(Pressemitteilung BSH, 26.09.2007, http://www.bsh.de/de/Das%20BSH/Presse/Pressearchiv/ Pressemitteilungen2007/28-2007.jsp). Nach Umfragen bei Klima-Instituten kommt DER SPIEGEL zu dem Ergebnis: "Je länger die Forscher ihre Supercomputer rechnen lassen, desto mehr verflüchtigt sich die Sintflut" (DER SPIEGEL, 07.05.07, Abschied vom Weltuntergang, S. 146), was sich auch auf die ständig in die Welt geblasenen "Land-unter-Prophezeiungen" infolge Meeresspiegel-Anstieg bezieht. Dessen Anstieg hat sich weltweit sogar verlangsamt, von 10 cm in der ersten Hälfte auf 7 cm in der 2. Hälfte des 20.Jh. ! (Quelle:
http://www.agu.org/pubs/crossref/2007/2006GL028492.shtml, S. J. Holgate vom
Proudman Oceanographic Laboratory, Die beiden schwersten/höchsten
Sturmfluten an deutschen Küsten liegen schon Jahrzehnte zurück: 1962 , 16.02. : 4*
m ü. MHW** 1976 , 03.01. : 4,67
m ü. MHW** ( * Deichhöhe 4m, Deiche
überflutet u. gebrochen; Pegel HH-St.Pauli; **Quelle
BSH) Die schwerste Sturmflut der letzten 20 Jahre am 03.12.1999 erreichte 3,90 m ü. MHW**, einen ¾ Meter(!) weniger als 1976. Aus alledem folgt (vgl. auch Abb. 2+3) : Die Sturmflut-Statistik
zeigt keine Korrelation mit dem Temperatur-Anstieg, und schon gar nicht mit dem
CO2-Anstieg. Fazit: Eine
Klima-Katastrophe findet an Deutschen Küsten nicht statt Das sieht weltweit nicht anders aus: Mehr Hurrikane ? Eher im Gegenteil ! KATRINA war der Sturm, der "Den größten Schaden in der amerikanischen Geschichte..." anrichtete "...mit geschätzten 100 Milliarden Dollar..." (Quelle: L.Kins, Das Hurrikan-Rekordjahr 2005, Nat.Rdsch. 3/2006, S.129ff). Soweit die gesicherten Fakten. Der "stärkste Hurrikan aller Zeiten" war Katrina nicht, da wurde er am 19.10.2005 von "WILMA" übertroffen (Quelle w.o.). Was in den Jahrzehnten und Jahrhunderten vor 1944 war, das weiß ohnehin niemand, denn wir verfügen erst seit 1944 über systematische Beobachtungen und Statistiken - ganze 60 Jahre. So ist also auch bei Wirbelstürmen mit (Medien-)Aussagen zu KATRINA wie "Jahrhundertsturm", "schlimmstes Sturm-Monster aller Zeiten", "nie dagewesenes Ereignis..." äußerste Vorsicht geboten! Daher ist es denn folgerichtig, wenn die o.a. Kins-Studie zu dem Ergebnis kommt: "Die meisten
Klimaforscher sehen die Rekord-Saison 2005 noch im Rahmen der natürlichen
Schwankungen". "Die NOAA - der
amerikanische Wetterdienst - hat in
einem Statement vom 29.12.2005 erklärt, daß die Hurrikan-Forscher und
Meteorologen der NOAA (aber nicht alle) davon ausgehen, daß die gegenwärtige
Verstärkung (bis 2005) der Hurrikan-Aktivitäten primär das Ergebnis einer
natürlichen Fluktuation im tropischen Klimasystem ist" (Quelle: Beising, R.:
Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006,
S.124). Das sieht übrigens IPCC genau so: "Es gibt keinen Trend in der Zahl der
tropischen Zyklonen" (Quelle:
www.scienceandpolicy.org, Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07,http://www.oekologismus.de/). Im schon w.o. zitierten Buch "Risiko Wetter" stellen die Meteorologie-Professoren H.Kraus und U.Ebel anhand weltweiter Daten-Auswertungen fest: "Es gibt keine Beweise dafür, daß die extremen Wetterereignisse - global betrachtet - im 20. Jahrhundert zugenommen haben" ... "Insbesondere wurde kein Trend festgestellt bei den Hurrikanen, die seit 1900 an der Küste der USA auf Land übergetreten sind, ... konnten keine Beweise für die Zunahme von Tornados, Gewittern und Staubstürmen gefunden werden." (Kraus H.; Ebel U.: Risiko Wetter, Springer Berlin, 2003, S.8). Zum gleichen Ergebnis kommt eine neue US-amerikanische Publikation, der die Abbildungen 6-8 entnommen sind (OregonInst., 2007, http://www.oism.org/pproject/s33p36.htm) :
Dieses alles bestätigen auch die neuesten Daten1: Nach der außergewöhnlich starken Hurrikan-Saison 2005 (mit Katrina/New Orleans) erreichte 2006 keiner und 2007 ein einziger Hurrikan (Kat.1, Humberto, 13./14.09., Texas und Louisiana) den nordamerikanischen Kontinent. Hurrikan-Statistik
Nord-Atlantik (1) (Summe aller Kategorien) 2005 15 2006 5 2007 5 Zum Vergleich
einige Langzeit-Mittel : Kategorien 1-5 : 1944-2005 : 6 pro Jahr (2) Kategorien 3-5 : 1930-1960
: 8
pro Jahr (3) Kategorien 3-5 : 1961-2005 : 5 pro Jahr (3) (1)
http://weather.unisys.com/hurricane/index.html, 13.12.07 (2)
L.Kins:
Das Hurrikan-Rekordjahr 2005, Nat.Rdsch.3/2006, S.129ff (3)
B.Lomborg: Deiche waren es nicht, das Klima; http://www.welt.de/print-welt/article162861/Deiche_waren_es_nicht_das_Klima.html;
3. Sept. 2005 Fazit: Die natürliche
saisonale Variabilität der Hurrikane ist groß. Einen Beweis für eine Zunahme infolge der Erderwärmung gibt es nicht. Mehr Tornados ? Nein ! Tornados können grundsätzlich überall in der Welt dort auftreten, wo die meteorologischen Randbedingungen für schwere Gewitter vorhanden sind. Dafür sind die zentralen Regionen der USA nicht nur bekannt und berüchtigt, sondern diese sind wohl auch weltweit von der größten Tornado-Häufigkeit betroffen. Kraus/Ebel (s.w.o.) zitieren dazu zahlreiche Untersuchungen aus den USA und kommen zu dem Ergebnis: "Es gibt keine Anhaltspunkte für die Vermutung, die Bedrohung durch Tornados hätte mit der Erwärmung der Atmosphäre zugenommen". (Kraus H.; Ebel U.: Risiko Wetter, Springer Berlin, 2003, S.137). Genau das bestätigt die 2007 veröffentlichte Untersuchung des Oregon-Instituts, vgl. Abb.8 : Seit 1950 gibt es sogar einen abnehmenden Trend !
In Deutschland wird insbesondere
in den Medien immer wieder spekuliert, daß Tornados infolge der Klima-Erwärmung
zugenommen hätten. Dafür gibt es keine statistischen Beweise. Dieses Thema
wurde auch auf den drei Extrem-Wetter-Kongressen in Hamburg (2006-2008)
behandelt, wo aber diesbzgl. lediglich Vermutungen vorgetragen wurden, keine
Belege! (Quellen:
(1) WETTERmagazin, 04/2006; (2) DMG-Mitt. 2/2007, S.2-3; (3)
3.ExtremWetterKongreß, Das Programm, Vortr.-Zusammenfassungen, März 2008,
Hamburg). Zusammenfassend zur dargestellten
Wind-Sturm-Orkan-Problematik kann man nochmals Kraus/Ebel zitieren: "Es gibt keinerlei Hinweise darauf, daß die von
einzelnen Tornados verursachten Schäden ... zugenommen hätten. Es fehlen auch
hier wie bei den Hurrikanen und den Mittelbreitenzyklonen Hinweise darauf, daß
Häufigkeit und/oder Stärke der atmosphärischen Erscheinungen an sich in den
letzten 100 Jahren zugenommen hätten, wie dies ja häufig in den Diskussionen
über die Veränderung des Klimas vermutet wird." (Kraus H.; Ebel U.: Risiko Wetter, Springer Berlin, 2003, S.141). |
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